Abteilung-Entwurf1
8. August 2017

Abteilung Entwurf 2

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Ju-Jutsu

Selbstverteidigung nach den Budo-Prinzipien Ju-Jutsu ist die moderne Selbstverteidigung für die Praxis des täglichen Lebens, optimal, leicht erlernbar und vielseitig anwendbar. Doch angefangen hat es nach der Jahrhundertwende in Europa mit dem Jiu-Jitsu, der Kunst der waffenlosen Selbstverteidigung. Die in ihm enthaltenen Elemente wurden im Judo, aber auch im Karate, Aikido usw. fortentwickelt und spezialisiert. Für eine umfassende Selbstverteidigung ist jede dieser Disziplinen jedoch nur ein Teil des Ganzen geblieben. Die Vollkommenheit liegt in der Zusammenfassung zu einem System. Aber auch die Angriffe sind raffinierter, vielfältiger, vor allem aber gefährlicher geworden. Hier galt es, diesen ein Selbstverteidigungssystem entgegenzusetzen, das leicht erlernbar und einprägsam ist und den optimalen Gebrauch der Selbstverteidigungstechniken garantiert. Im Ju-Jutsu sind die Erkenntnisse der vorgenannten Budo-Disziplinen, aber auch neue unter dem Grundsatz "aus der Praxis für die Praxis" zu einer modernen und sehr wirkungsvollen Selbstverteidigung zusammengeschlossen. Und weil Ju-Jutsu so effektiv ist, wurde es bei den Polizeien der Länder und dem Bundesgrenzschutz als dienstliches Pflichtfach eingeführt.

Elemente und Prinzipien des Ju-Jutsu

Das Ju-Jutsu beinhaltet mehr, als der Name allein zu erkennen gibt. "Ju" bedeutet nachgeben oder ausweichen, "Jutsu" Kunst oder Kunstgriff. Ju-Jutsu ist also die Kunst, durch Nachgeben, Ausweichen bzw. mit der Kraft des Angreifers zu siegen. Falls erforderlich, kann ein Angriff jedoch auch in direkter Form mit Atemi-Techniken abgewehrt werden. Dieses "ökonomische Prinzip", nämlich "mit geringstem Aufwand eine größtmöglichen Nutzen zu erzielen", gilt als der übergeordnete Begriff, unter den sich die Bewegungsprinzipien der Budo-Disziplinen subsummieren. Die Techniken wurden aus den bekannten Budo-Disziplinen Judo, Karate und Aikido ausgewählt. Alle können in harter oder weicher Form nach dem Prinzip der Verhältnismäßigkeit angewendet werden. Sollen die Techniken nach ihrer Herkunft auch in der Selbstverteidigung voll wirksam werden, müssen ihre Prinzipien beachtet werden. "Wirksamkeit" heißt nicht Kraft oder Gewalt, sondern gute Technik nach dem Budo-Prinzipien, die es auch dem Schwachen möglich macht, sich erfolgreich gegen einen oder mehrere stärkere Angreifer verteidigen zu können.

Auszug aus dem Ju-Jutsu 1x1 (Fachbuch des DJJV)

  Kurze Geschichte der Ju-Jutsu Abteilung

1981 "All Style Karate" - Gruppe wird in den 1972 gegründeten SV Esting integriert. Mit der Abteilungsleitung wurde Peter Knoll beauftragt.
1986 Bayerische und internationale Meistertitel durch Bernhard Schwarz und Peter Knoll im Kickboxen.
1988 Mit Bernd Schwarzenbach Übergang zum Trainings-und Lehrbetrieb in Ju-Jutsu, das im Trainingsalltag gegenüber dem bisherigen durch Kickboxen geprägten Karate wegen seiner Vielseitigkeit und seines Praxisbezugs (Selbstverteidigung) bei den Sportlern immer beliebter wurde.
In Fortsetzung der erfolgreichen Arbeit in der Ära Schwarzenbach, wo Ju-Jutsu zu einer der mitgliederstärksten Abteilungen des SV Esting ausgebaut wurde, konnte sein Nachfolger Oliver Gwiasda, der seit 1991 die Abteilung leitet, die Mitglieder des Dojo-Kan Puch mit ihrem Trainer und Vorsitzenden Robert Schaffer (heute Trainer und Kassier in der Abteilung) zur gemeinsamen Trainingsarbeit gewinnen, zumal sich beim SV Esting bessere Möglichkeiten zur Ausübung unseres Sports boten.
Mit dem Zusammenschluss im Jahre 1994 kam zugleich auch Dieter Meyer, der Prüfungsbeauftragte des Bayerischen Ju-Jutsu-Verbandes und dessen Vizepräsident (Breitensport), als Trainer nach Esting.
Nach eher freizeitmäßigen Anfängen hat sich das Ju-Jutsu im SV Esting in ihrer über 20-jährigen Geschichte bis heute zu einer professionell geführten und von renommierten Trainern ausgebildeten Abteilung gewandelt, in der sich Traditionelle Kampfkunst, moderner Wettkampf, realitätsbezogene Selbstverteidigung und ganzheitliche Fitness durch Schulung von Körper und Geist harmonisch miteinander verbinden lassen.
In unseren Reihen haben wir mittlerweile Mitglieder des Lehrteams des Bayerischen Ju-Jutsu-Verbandes (Oliver Gwiasda), Deutsche Meister (Mechthild Rückert), Bayerische Meister im Wettkampf (Alexander Bähr) und durch berufliche Tätigkeit in Selbstverteidigung Alltagserfahrene (Albert Wunder) als Trainer und sichern damit auch weiterhin das hohe Niveau unserer Ausbildung.
Nach 2004 wurden Mitglieder unserer Abteilung u. a. 3. bei den Weltmeisterschaften der Junioren, nämlich unser Duo-Team Florian Edlinger und Stefan Berlin (2007)sowie im Duo-Mix mit Stephanie Lotter und Christian Berlin mehrmals Deutsche Vizemeister und Gewinner der German Open.
Inzwischen hat die Abteilung über 160 Mitglieder im Leistungs- und Breitensportbereich, im Alter von 5 Jahren bis über 60 Jahren bei einem hohen Anteil weiblicher Mitglieder (Stand Jan 2010)


Die Abteilung Ju-Jutsu setzt sich neben dem sportlichen Bereich auch für Gewaltprävention und Frauenselbstverteidigung ein und hat dafür speziell ausgebildete Trainer. Seit Bezug unseres neuen Dojos im 2006 fertig gestellten Anbau an die Haupthalle des SV Esting ist unsere Abteilung regionales Leistungszentrum für Südbayern, wo regelmäßig Stützpunkttrainings mit renommierten Trainern statt finden. Außerdem halten wir regelmäßig Landeslehrgänge und Dan-Prüfungen hier in Esting ab.

Die Ju-JutsuAbteilung zeigt auch gesellschaftliches Engagement: Seit 2009 findet jedes Jahr ein Vereinslehrgang mit bayernweit bekannten Trainern statt, dessen Einnahmen wohltätigen Zwecken zu gute kommen.In den letzten Vorstandswahlen 2009 wurde die seit 2004 tätige Vorstandschaft mit K. Obermair als Abteilungsleiter und Peter Müller als Stellvertreter sowie R.Schaffer als Kassier und Anne Bemmann als Schriftführerin in ihren Ämternbestätigt .