
Prüfungswochenende in Germering
29. Dezember 2025Jahresabschluss-Training der Ju-Jutsu Abteilung am 28.12.2025 im SVE
Am 28. Dezember fanden sich 22 Ju-Jutsukas verschiedener Altersstufen und Gürtelgraduierungen in unserem Dojo zu einem Training „zwischen den Jahren“ ein. Eingeladen waren alle Ju-Jutsukas vom SV Esting zwischen 12 und 99 Jahren und auch „Ehemalige“ freuten sich auf das Ju-Jutsu-Training.
Wer Lust hatte, begann bereits um 09:00 Uhr mit Rugby und Bodentechniken. Eine Stunde später startete der Trainingstag für alle mit einer Kobudo-Einheit, zu der wir Florian Koller (6. Dan Sôchin-Ryu-Kobudo und 3. Dan Kun-Tai-Ko Karate) eingeladen hatten. Kobudo ist eine japanische Kampfkunst mit Bauernwaffen und entwickelte sich im 16. Jahrhundert parallel zum Karate. Florian leitete ein abwechslungsreiches Aufwärmprogramm, um die Teilnehmer auf Betriebstemperatur zu bringen. Danach bewaffneten sich alle Ju-Jutsukas mit einem Stock und übten zunächst die Angriffe und Abwehr ohne Partner. Anschließend trainierten wir verschiedene Kombinationen mit Partner, wobei der Verteidiger einen Stock von der Länge eines Taschenregenschirms oder einer Zeitung nutzte. Die 90 Minuten waren sehr interessant und vergingen viel zu schnell.
Mittags gab es eine Stärkung im neu eingerichteten Stüberl des SV Esting: eine Brotzeit mit Baguette, Brezen, Wurst, Käse, Fingerfood-Gemüse, Lebkuchen und ein paar Weihnachtsplätzchen. Nach der Pause übernahm Max Barth (2. Dan) das Aufwärmen mit einigen Spiel-Einheiten und übergab dann an Susi Laumer (5. Dan). Susi erklärte uns eine Abwehrtechnik auf einen Rückhandangriff und wir probierten unter ihrer Anleitung verschiedene Folgetechniken, z.B. umgekehrter Armstreckhebel zu Boden, Handdrehgriff, Kreuzfesselgriff etc. mit unserem Partner aus.
Die letzte Einheit übernahm Albert Wunder (3. Dan) mit dem Thema Selbstverteidigung. Wichtig sind vor allem das rechtzeitige Erkennen einer gefährlichen Situation und die Vermeidung einer Auseinandersetzung. Albert versuchte uns Lösungen an die Hand zu geben erklärte aber auch, dass das manchmal sehr schwierig ist, z.B. bei einem Messerangriff. Da ist es sehr unwahrscheinlich, dass man ohne Verletzungen davon kommt. Das konnten wir dann auch gleich partnerweise ausprobieren, indem uns der Partner mit einer kurzen Schaumstoffröhre als Messerersatz angriff. Das ist völlig ungefährlich und der Angreifer kann richtig angreifen, wodurch man eine sehr realistische Einschätzung von den eigenen Verteidigungsmöglichkeiten bekommt. Neben Angriffen mit einem Messer übten wir auch Kontaktangriffe wie Schwitzkasten und Würgen von vorne und hinten. FAZIT: Die Prävention ist das wichtigste Mittel bei der Selbstverteidigung, daher sollte man mit offenen Augen durchs Leben gehen. Gegen 16:00 endete ein sehr vielseitiger und abwechslungsreicher Lehrgang.
Vielen Dank an die hervorragenden Referenten und auch an die Organisatoren des Events. Wir freuen uns auf eine Fortsetzung 2026.
Wer Lust bekommen hat, sich selbst verteidigen zu lernen kann gerne Montag oder Mittwoch im Ju-Jutsu ein Schnuppertraining machen.





